London: Wagen rast in Gläubige vor Finsbury-Park-Moschee

Diese Handyaufnahmen sollen entstanden sein, kurz nachdem ein Transporter Sonntagnacht in eine Menschenmenge vor der Finsbury-Park-Moschee in London gefahren war. Augenzeugen berichteten, dass der Transporter gezielt in die Menschenmenge gesteuert wurde, als die Gläubigen nach dem Gebet aus der Moschee strömten.

Auf den Bildern ist auch Mann zu sehen, der offenbar abgeführt wird.

Am Tag danach ist der Schock bei denjenigen, die sich vor der Moschee versammelt haben noch groß:

„Ich habe den Knall gehört und mich umgedreht. Als ich die Schreie gehört habe, bin ich um mein Leben gerannt.

Für mich ist er ein Terrorist, weil er so viele Menschen wie möglich töten wollte.“

„Ich habe Leute auf dem Boden gesehen, sie haben versucht jemanden wiederzubeleben. Ein alte Frau hat geweint.

Und da war ein Typ, dessen Blut ist vom Kopf heruntergelaufen. Das waren fürchterliche Szenen.“

Bei dem Vorfall wurden nach Angaben der Polizei mindestens zehn Menschen verletzt.

Der Fahrer des Wagens wurde festgenommen. Der 48-Jährige werde auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit untersucht, hieß es. Neil Basu von der britischen Anti-Terror-Polizei:

„Das war ein Angriff auf London und alle Einwohner der Stadt. Wir müssen gegen Extremisten aller Art zusammenstehen.“

Ein Vertreter des britischen Rats der Muslime sprach von einem vorsätzlichen Angriff. Mehrere Menschen seien von der Moschee gekommen, um einem Mann zu helfen, der offenbar krank zu Boden gefallen sei. Daraufhin sei der Transporter absichtlich in diese Gruppe gefahren. Der Vorfall demonstriere die wachsende Feindseligkeit gegen Muslime in Großbritannien. Der Verband forderte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, besonders während des Fastenmonats Ramadan.