London: IS Bekennt sich zu Anschlag in U-Bahn, Terrorwarnstufe erhöht

Nach der Explosion in einem Zug der Londoner U-Bahn hat die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag über die ihr nahestehende Agentur Amak für sich beansprucht. Belege legte sie dafür nicht vor. Nach Angaben der Behörden sei es mittlerweile üblich, dass sich der IS zu Attentaten bekenne, egal, ob er daran beteiligt sei oder nicht.

Die britische Regierung hat derweil die Terrorwarnstufe auf „kritisch“ erhöht. Premierministerin Theresa May sagte am Freitagabend, es werde eine höhere Präsenz bewaffneter Polizeikräfte an öffentlichen Plätzen geben. Zudem werde das Militär die Polizei unterstützen.

Der oberste britische Terrorismus-Bekämpfer Mark Rowley sagte, die Polizei suche mit Hochdruck nach dem Täter. Bei der Explosion im Berufsverkehr wurden 29 Personen verletzt, niemand davon schwer. Todesopfer gab es keine, auch weil die selbst gebastelte Bombe offenbar nicht richtig explodierte.

Die höchste Terrorwarnstufe „kritisch“ deutet darauf hin, dass ein Anschlag möglicherweise unmittelbar bevorsteht. London ist in den vergangenen Monaten wiederholt Schauplatz von Anschlägen geworden.