London: Auto rast in Menge vor Moschee, Anti-Terror-Einheit ermittelt

In London hat ein Kleintransporter mehrere Menschen vor einer Moschee angefahren. Das Fahrzeug habe Muslime gerammt, die nach den abendlichen Gebeten zum Fastenmonat Ramadan aus der Finsbury-Park-Moschee gekommen seien, teilte der muslimische Dachverband MCB am Montag mit. Der erste Notruf ging bei der Polizei 20 Minuten nach Mitternacht ein.

Ein Augenzeuge berichtet:

„Er fuhr auf den Bürgersteig, direkt auf die Muslime zu. Alle wurden getroffen, ich glaube, einer von ihnen starb sofort, die anderen waren in einem schlimmen Zustand.“

„Wie viele Menschen lagen dort?“

„Sieben oder acht. Schwerverletzt.“

Mehrere Menschen versammelten sich auf der Straße zu einem Gebet für die Opfer. Ein Vertreter des britischen Rats der Muslime sprach von einem vorsätzlichen Angriff. Die Polizei nahm den Fahrer des Transporters fest. Premierministerin Theresa May sprach von einem „schrecklichen Vorfall“. Die Polizei behandele den Vorfall als möglichen Terroranschlag. Am Montag soll das Sicherheitskabinett zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

London steht nach mehreren Anschlägen derzeit unter erhöhter Alarmbereitschaft. Anfang Juni waren drei Islamisten mit einem Kleintransporter auf der London Bridge in eine Menschenmenge gefahren und hatten danach Passanten in Restaurants und Bars willkürlich mit Messern attackiert. Dabei waren sieben Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden.