Las Vegas: Über 50 Tote, über 400 Verletzte

Der 64-jährige Stephen Paddock, der die Menschen aus einem Hotel heraus erschoss, tötete sich nach Polizeiangaben selbst.

Die Polizei hat neue Erkenntnisse zum Angriff auf ein Musikfestival in der US-amerikanischen Metropole Las Vegas bekannt gegeben. Demnach handelt es sich bei dem Schützen um den 64-jährige Stephen Paddock. Um kurz nach 22 Uhr Ortszeit soll er aus dem 32. Stock des Mandalay Bay Hotel das Feuer eröffnet haben. Vor dem Hotel fand zu dem Zeitpunkt ein Country-Festival statt, 22.000 Konzertgäste waren auf dem Gelände. Als der Attentäter in die Menge schoss, warfen sich viele Menschen auf den Boden, andere rannten in Panik davon. Mindestens 50 Menschen starben, über 400 weitere mussten mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden.

Wie die Polizei mitteilte tötete sich der Attentäter selbst, bevor die Polizisten das Hotelzimmer stürmten. In dem Raum stießen sie auf insgesamt zehn Gewehre. Auch in seinem Haus im ca. 150 Kilometer entfernten Mesquite stießen sie auf Waffen. Über den Hintergrund des Mannes war zunächst nichts bekannt.

Nach dem Anschlag meldete sich jedoch die Extremistenmiliz Islamischer Staat zu Wort und reklamierte das Attentat für sich. Der Täter sei vor einigen Monaten zum Islam konvertiert. Einen Beweis blieb die Extremistenmiliz aber schuldig.

US-Präsident Donald Trump kondolierte den Angehörigen per Twitter und kündigte an, am Mittwoch in die Glücksspielmetropole reisen zu wollen.