Kubanische Regierung kritisiert Trumps Abkehr von Obamas Kurs

Kehrtwende im Kuba-Kurs. US-Präsident Donald Trump macht Teile der Politik seines Vorgängers rückgängig.

Die von Barack Obama getroffenen Vereinbarungen mit Kuba seien ein „furchtbarer und fehlgeleiteter Deal“, sagte Trump vor Exil-Kubanern in Miami.

„Aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt halten wir die Karten in der Hand. Die Erleichterungen der Reise- und Handelsbeschränkungen helfen nicht den Kubanern, sie machen nur das kubanische Regime reicher.“

Die US-Sanktionen gegen Kuba blieben in Kraft, bis Kuba politische Gefangene freilasse und freie Wahlen abhalte. Die Regierung in Havanna kritisierte Trumps Entscheidung als Rückschlag für die bilateralen Beziehungen. Die verschärften Sanktionen seien ein Druckmittel der Vergangenheit und zum Scheitern verurteilt, hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung am Freitag.

Die von Trump unterzeichnete Verordnung sieht unter anderem vor, US-Bürgern die Reisen nach Kuba zu erschweren und Geschäfte von US-Firmen mit dem kubanischen Militär zu blockieren. Zahlreiche Elemente bleiben jedoch bestehen, wie etwa die US-Botschaft in Havanna, Direktflüge und bestehende Geschäftsverbindungen. Auch wurde die Obergrenze für Importe von Rum und Zigarren nicht wieder eingeführt.