Krawalle bei Autonomen-Demo gegen G20-Gipfel in Hamburg

Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg haben sich in der Nacht zum Freitag Hunderte Autonome Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein, ihnen gegenüber standen vermummte Demonstranten, die Böller und Rauchbomben zündeten und Beamte mit Flaschen, Fahrrädern und anderen Gegenständen bewarfen.

Dutzende Polizisten seien bei den Ausschreitungen leicht verletzt worden, teilte die Polizei via Twitter mit. Mehrere Verletzte müssten im Krankenhaus behandelt werden. Den Gipfelgegnern zufolge wurden ebenfalls zahlreiche Demonstranten verletzt, einige davon schwer. Es habe über 50 Festnahmen gegeben.

Die Polizei hatte die ursprüngliche Demonstration unter dem Motto „Welcome to Hell“ bereits nach wenigen hundert Metern gestoppt, weil vermummte Autonome mitmarschierten. Etwa tausend Demonstranten formierten den Demo-Zug nach Polizeiangaben später neu und zogen auf der ursprünglichen Route weiter. Rund um das besetzte Theater Rote Flora kam es zu Krawallen und Ausschreitungen. Barrikaden wurden in Brand gesetzt.

Die Gipfelgegner kritisierten, sie seien von der Polizei provoziert worden. Die Zahl der militanten Demonstranten lag deutlich unter den 8000, die die Sicherheitskräfte im Vorfeld befürchtet hatten.

Erst in den frühen Morgenstunden beruhigte sich laut Polizei die Lage.