Kos, Griechenland: Luftaufnahmen der Zerstörung nach Erdbeben

Hotelgäste müssen ihre Unterkunft verlassen. Die Bilanz nach dem Beben: zwei Tote und viel Verunsicherung.

Bilanz am Samstag nach dem schweren Erdbeben auf der griechischen Ferieninsel Kos. Das Beben hatte die Region in der Ägäis in der Nacht zu Freitag getroffen und war sowohl auf der griechischen Insel wie auch auf dem türkischen Festland zu spüren. Auf Kos kamen zwei Personen ums Leben, die von herabstürzenden Trümmern in einer gut besuchten Bar erschlagen worden sind. Mindestens 115 Personen wurden verletzt. In diesem Hotel auf Kos waren die Urlauber erst am Vortag angereist. Aber aufgrund der schweren Schäden ist an einen weiteren Aufenthalt in dieser Unterkunft nicht zu denken. Die Gäste reagierten am Freitag entsprechend frustriert:

„Nun, wir haben gar keine Wahl. Wir haben versucht, zusammen eine Lösung zu finden, um ein anderes Hotel zu bekommen, das vergleichbar wäre. Aber es gibt keins, sagten sie uns. Doch plötzlich finden sie Hotels für alle mit zwei Personen Zimmern. Und uns wird gesagt, dass wir bereits ausgechecked sind und morgen das Flugzeug nach Frankfurt nehmen und das war es dann.“

„Wir und die Natur. Es gibt halt Erdbeben, das ist ein Unfall und könnte überall passieren. Aber jemand sollte sich dann um einen kümmern nach dem Stress und der Todesangst. Keiner reicht einem die Hand und sagt: Es ist alles Ok.“

Das Beben hatte laut der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,7 und ereignete sich um 1.31 Uhr am frühen Freitagmorgen. Das Epizentrum lag nahe der türkischen Stadt Bodrum.