Korea-Konflikt: Nordkoreanische Regierung fühlt sich durch die USA provoziert

Nach Testflügen der US-amerikanischen Luftwaffe hat Nordkorea den USA vorgeworfen, einen Atomkrieg zu riskieren. Die Regierung in Pjöngjang sagte, die Übungen seien abgehalten worden, um den Abwurf einer Atombombe zu testen.

Vorausgegangen waren Flüge zweier Bomber der US-Luftwaffe zusammen mit den südkoreanischen und japanischen Luftstreitkräften. Südkoreas Verteidigungsministerium erklärte, die Übung solle Provokationen aus dem Norden verhindern.

Angesichts der zunehmenden Spannungen hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Kim Jong-Un vorgeschlagen. Unter den richtigen Umständen wäre es ihm so wörtlich eine Ehre, den nordkoreanischen Staatsführer zu treffen. Wegen der Formulierung hagelte es in den USA Kritik. Regierungssprecher Sean Spicer musste deshalb nachschieben, es müssten noch viele Bedingungen dafür erfüllt werden.

Die Rhetorik zwischen den USA und Nordkorea hatte sich zuletzt verschärft. Im Streit über das Atomprogramm des abgeschotteten kommunistischen Staats hatte Trump einen Angriff nicht ausgeschlossen, aber auch erklärt, auf eine nicht-militärische Lösung etwa durch schärfere Sanktionen zu setzen.

Nordkorea zeigte sich angesichts der Spannungen unbeugsam und testete am Wochenende erneut eine Mittelstreckenrakete, die aber nach US-Angaben kurz nach dem Start zerbrach. Gleichzeitig signalisierte die Regierung in Pjöngjang ihre Bereitschaft, jederzeit neue Atomtests vorzunehmen.