Köln: Sicherheitskonzept zu Silvester wird vorgestellt

Aufnahmen von der Silvesternacht nahe des Kölner Hauptbahnhofes vor gut einem Jahr. Sie gingen nach den massenhaften sexuellen Übergriffen, teilweise gepaart mit Raub- und Diebstahldelikten, um die Welt. Diese negativen Erfahrungen mit zum Teil massiv überforderten Sicherheitskräften vor Ort sind in das Sicherheitskonzept zum diesjährigen Jahreswechsel eingeflossen, ebenso wie Rückschlüsse aus dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Dabei machte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies am Mittwoch bei der Vorstellung der Einsatzpläne allerdings auf einen in seinen Augen wichtigen Punkt aufmerksam.

„Der Anschlag in Berlin macht deutlich, dass man vieles bedenken und planen, aber nicht alles verhindern kann. Mit großer Deutlichkeit wird klar, dass die Polizei auf die Unterstützung aller Menschen angewiesen ist, die Gefahren oder Verdachtssituationen erkennen. Und um dieses Mitwirken möchte ich einfach noch mal werben.“

Große Menschenansammlungen sollen konkret vor möglichen Angriffen mit Fahrzeugen geschützt werden.

„Wir werden mit mehreren Gruppenfahrzeugen der Bereitschaftspolizei, mit zehn Großfahrzeugen, mit Lkws also, in Teilen kann es auch Wasserwerfer sein, sowie mit 34 Betonsperren unterbinden, dass Fahrzeuge, und damit meine ich Lkw wie auch Pkw, in besonders zu schützende Zonen der Brücken und insbesondere des linken Rheinufers einfahren können.“

Die Bundespolizei soll in der Silvesternacht mit 800 Kräften in ganz Nordrhein-Westfalen im Einsatz sein, der Schwerpunkt werde mit 300 Beamten in Köln liegen. Die dortige Polizei soll mehr als 1.500 Kräfte aktivieren. Zudem wird es mehr Videoüberwachung geben. Ein Aspekt, der in der innenpolitischen Debatte seit der vergangenen Silvesternacht, aber vor allem nach dem Berliner Anschlag auch bundesweit eine zunehmende Rolle gespielt hat.

Video-Source: Reuters
Fotos: picture alliance