Kirchentag: Abschlussgottesdienst in Wittenberg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betont in seiner Rede, dass der lebendige ökumenische Austausch zwischen den Konfessionen und die enge Zusammenarbeit der Christen dem ganzen Land gut täten.

Kirchentagsbesucher in der Lutherstadt Wittenberg auf dem Weg zum Festgottesdienst unter freiem Himmel. Die Bahn setzte zahlreiche Sonderzüge ein, nach eigenen Angaben sah der extra erstellte Fahrplan mehr als 100 Züge nach Wittenberg vor. Zehntausende Gläubige feierten den Abschluss des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Die Liturgie leitete unter anderem der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Und bei der Großveranstaltung auf den Elbwiesen sprach dann auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:

„Noch vor einem halben Jahrhundert wäre es kaum denkbar gewesen, was wir nun an Gemeinschaft unter den christlichen Konfessionen erleben dürfen. Als Präsident dieses Landes will ich diesem Prozess weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen wünschen, denn der lebendige ökumenische Austausch zwischen den Konfessionen und die enge Zusammenarbeit der Christen tun dem ganzen Land gut. Das sollten wir fortsetzten. Verschieden: Ja. Versöhnt: auf jeden Fall. Vor allem aber mutig, liebe Schwestern und Brüder.“

In diesem Jahr wird das 500. Reformationsjubiläum begangen. Im Jahr 1517 soll Martin Luther in Wittenberg seine 95 Thesen wider den Ablassmissbrauch veröffentlicht und so die Reformationsbewegung in Gang gesetzt haben.

Die Kirchentagsfeierlichkeiten fanden dieses Mal in gleich zwei Städten statt. Neben Wittenberg wurden die meisten Veranstaltungen auch in Berlin abgehalten. Der Deutsche Evangelische Kirchentag findet alle zwei Jahre über mehrere Tage statt.