Kinderpornografie: Wohnungen von 67 Tatverdächtigen durchsucht

Der Identifizierung der Tatverdächtigen ging eine Zusammenarbeit des BKA mit dem US-amerikanischen Betreiber der Internet-Plattform „Chatstep“ voraus.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und Polizeibehörden der Bundesländer haben in der Zeit vom 5. bis zum 19. Juli 2017 Wohnungen von insgesamt 67 Tatverdächtigen in nahezu allen Bundesländern durchsucht und zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger, sichergestellt. Koordiniert wurde der Einsatz vom BKA. Georg Ungefuk, Oberstaatsanwalt und Pressesprecher der Zentralstelle für Bekämpfung der Internetkriminalität:

„Diesen 67 Beschuldigten, die im Alter von 18 bis 80 Jahren sind, wird vorgeworfen, über eine amerikanischen Diensteanbieter Kinderpornografie getauscht zu haben, kinderpornographische Darstellung untereinander ausgetauscht zu haben, also sich gegenseitig zur Verfügung gestellt haben. Unter diesen Aufnahmen, die Gegenstand des Austausches waren, sind Darstellungen schweren sexuellen Missbrauchs gewesen von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern und Darstellung von sexueller Gewalt zum Nachteil von Kindern.“

Der Identifizierung der Tatverdächtigen ging eine Zusammenarbeit des BKA mit dem US-amerikanischen Betreiber der Internet-Plattform „Chatstep“ voraus, der wie sämtliche US-amerikanische Internetdiensteanbieter aufgrund eines US-Bundesgesetzes verpflichtet ist, festgestellte Fälle des Austausches von Kinderpornografie zwecks Strafverfolgung zu melden. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger der Beschuldigten sowie weitere Ermittlungen dauern jedoch noch an.