Kein Asyl für Horst Mahler

Ungarn hat den Holocaustleugner und Rechtsextremisten Horst Mahler vorläufig in Haft genommen.

Der 81-jährige Horst Mahler wurde am Mittwoch im Rollstuhl in den Gerichtssaal in Budapest geschoben.

Die zuständige Richterin entschied, dass Mahler vorläufig in Haft genommen wird.

Nach Medienberichten stellte das Gericht fest, dass der von der Staatsanwaltschaft in München ausgestellte Europäische Haftbefehl gegen Mahler kleinere Unstimmigkeiten enthält. Zu deren Klärung soll die deutsche Justiz jetzt 40 Tage Zeit haben.

Der frühere RAF-Anwalt Mahler war am Montag in Ungarn festgenommen worden. Er wollte eigentlich Asyl in Ungarn beantragen und hatte vor Gericht behauptet, er werde in Deutschland politisch verfolgt.

Mahler war 2009 zu zehn Jahren Haft wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung verurteilt worden. Zwar wurde er 2015 frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen entlassen, muss jedoch noch die übrige Haftstrafe antreten.

Mahler hatte aber im April dieses Jahres Deutschland verlassen und war untergetaucht.