Japanische Walfangflotte ausgelaufen

Nach einjähriger Pause hat das Land sein umstrittenes Fangprogramm wieder aufgenommen.

Die Walfangflotte Japans ist nach einjähriger Unterbrechung am Dienstag zu einer neuen Jagdsaison in die Antarktis aufgebrochen. Bis Ende März sollen mehr als 300 Wale für die Forschung getötet werden, lautet die offizielle Begründung der japanischen Behörden.

Die Aktionen Japans werden international heftig kritisiert. Der Internationale Gerichtshof hatte 2014 ein Ende des Walfangs in der Antarktis verfügt. Die Internationale Walfangkommission kritisierte im April, Japan habe keine Begründung für ein „tödliches“ Forschungsprogramm geliefert.

Die Regierung in Tokio teilte mit, man habe von Anfang an klargemacht, dass der Walfang mit der Saison 2015/16 wieder aufgenommen werde.

Alle Planungen seien fristgerecht mitgeteilt worden, sagte ein Sprecher der Fischereibehörde.