Iraks Regierungschef erklärt offiziell Sieg über IS in Mossul

Al-Abadi: Terrorstaat ist zusammengebrochen

Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi hat offiziell die Rückeroberung der Großstadt Mossul von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) verkündet. Der in der Metropole ausgerufene Terrorstaat der Islamisten sei gescheitert, erklärte er am Montag im staatlichen irakischen Fernsehen. Die US-geführte Allianz bestätigte, dass Mossul nun unter der Kontrolle der irakischen Regierung sei. Allerdings müssten noch Sprengfallen geräumt und etwaige versteckte IS-Kämpfer ausfindig gemacht werden. Der sogenannte IS erklärte, er habe einen Gegenangriff auf die Armee in Mossul gestartet. Eine Bestätigung dafür lag nicht vor. Der Sieg nach neun Monaten Kampf hat eine symbolische Bedeutung: Von Mossul aus hatte IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi 2014 sein Kalifat ausgerufen und sich zum Anführer aller Muslime erklärt.

US-Präsident Donald Trump erklärte nun, die Tage des IS seien gezählt.

Die Extremisten-Miliz „IS“ hält jetzt noch einige Gebiete im Irak und steht auch im benachbarten Syrien unter Druck. Der Aufenthaltsort Al-Bagdadis ist unbekannt. Berichte über seinen Tod wurden von irakischen und westlichen Diplomaten nicht bestätigt.