Irak: Hunderte Menschen aus IS-Gebieten in Mossul befreit

In der nordirakischen Stadt Mossul haben Soldaten Fluchtkorridore für Zivilisten aus der umkämpften Altstadt geschaffen. Mehreren Hundert Menschen gelang es am Wochenende auf diesem Weg, aus dem Kampfgebiet zu entkommen. Sie wurden von Soldaten mit Lebensmitteln und Wasser versorgt.

„Das Haus meiner Nachbarn wurde bombardiert und ist zusammengebrochen. Die Tochter meiner Nachbarin lief schreiend raus und sagte, ihre Mutter wurde unter den Trümmern begraben. Ich ging mit einem weißem Banner raus, aber niemand kam, um uns zu helfen. Wir waren erschöpft, hungrig und durstig.“

Noch immer sind etwa 100.000 Menschen in dem von der Islamistenmiliz IS gehaltenen Stadtteil eingeschlossen. Das Gebiet ist rund zwei Quadratkilometer groß. Die UN erklärten, die Lage für die Zivilisten sei unvorstellbar. Berichten zufolge hielten IS-Kämpfer möglicherweise Zehntausende von ihnen als menschliche Schutzschilde. Allein am Freitag seien zwölf Menschen getötet und Hunderte verletzt worden.