Hurrikan „Harvey“ erreicht US-Küste

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 kilometern in der Stunde traf der schwerste Sturm seit mehr als einem Jahrzehnt auf das US-amerikanische Festland.

Der Hurrikan „Harvey“ hat in der Nacht zu Samstag die US-Küste in Texas erreicht. Die Bilder aus dem All von der Raumstation ISS aus gefilmt zeigen die gewaltige Dimension dieses heftigen Wirbelsturms.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern in der Stunde ist das schwerste Unwetter seit mehr als einem Jahrzehnt auf das US-amerikanische Festland getroffen.

Es werden Sturmfluten und weitere tagelange Regenfälle erwartet. Das Nationale Hurrikan-Zentrum stufte „Harvey“ zuvor in die zweithöchste Kategorie 4 hoch.

Dies bedeutet, dass der Sturm Bäume entwurzeln, Häuser zerstören und die Versorgung für Tage unterbrechen kann.

Es wird damit gerechnet, dass der Sturm nur langsam über die US-Bundesstaaten Texas und Louisiana hinwegzieht.

Rund sechs Millionen Menschen dürften unmittelbar betroffen sein.

„Harvey“ erreichte nur wenige Kilometer von der Stadt Corpus Christi mit run 320.000 Einwohnern gegen 22 Uhr Ortszeit das erste Mal Land und bewegte sich dann nordöstlich.

Tausende Anwohner hatten sich in der Region vorsorglich in Sicherheit gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat für Texas den Katastrophenzustand ausgerufen.

Vielen Menschen kommen mit „Harvey“ vermutlich Erinnerungen an den Kategorie-5-Hurrikan „Katrina“ zurück. Der Wirbelsturm „Katerina“ hatte im August 2005 in den südöstlichen Bundesstaaten der USA am Golf von Mexiko schwere Schäden verursacht. Besonders betroffen war damals der Großraum New Orleans.