Houston: Sturm Harvey hinterlässt eine Spur der Verwüstung

Nach fünf Tagen sintflutartigen Dauerregens zeichnet sich für die überflutete texanische Metropole Houston eine Entspannung ab. Am Donnerstag zogen die Behörden eine erste Bilanz. Bislang kamen mindestens 35 Menschen in den Wassermassen ums Leben, über 6000 Menschen wurden von Einsatzkräften und Freiwilligen gerettet, so wie dieses Kleinkind samt seiner Mutter. Fast 50.000 Häuser stehen derzeit unter Wasser Mehr als 30.000 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge in Notunterkünften einquartiert, viele verloren all ihr hab und Gut.

Harvey hat auch die Industrie-Anlagen der Golfregion in Mitleidenschaft gezogen. Mehrere Raffinerien mussten stillgelegt werden, Spekulationen auf Versorgungsengpässe trieben die Benzinpreise in die Höhe. Auch ein Chemiewerk ist betroffen. Weil die Kühlung ausfiel, explodierten einige Behälter mit Chemikalien, schwarzer Rauch stieg über der Anlage auf. Die Anwohner waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.

Die Behebung der Schäden dürfte insgesamt bis zu 75 Milliarden Dollar kosten, schätzen Experten.

Harvey erreichte am Mittwoch den benachbarten Bundesstaat Louisiana, wo erste Gebiete überflutet wurden. In den kommenden Tagen soll er sich Experten zufolge dann zu einem tropischen Tiefdruckgebiet abschwächen.