Heynckes will FC Bayern zurück in die Erfolgsspur bringen

Gemeinsam mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß und dem Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge ging Jupp Heynckes am Montag vor die Journalisten. Seit vergangenen Freitag ist klar, dass der 72-jährige erneut Cheftrainer beim Deutschen Fußball-Rekordmeister wird. Mit Heynckes hatten die Bayern 2013 die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal und die Champions League gewonnen. Die Rückkehr aus dem Ruhestand auf die Trainerbank sei ihm nicht leichtgefallen, sagte Heynckes. Er habe dem Verein aber viel zu verdanken, außerdem sei Hoeneß sein Freund. Auch seine Frau, die demnächst operiert werde, habe zugestimmt:

„Meine Tochter, meine Frau haben mir zugeraten. Haben gesagt, wir kriegen das hin, wir machen das. Und dann hat Canto zweimal gebellt und dann war das Ding in trockenen Tüchern.“

Trotz seines fortgeschrittenen Alters fühle er sich der neuen, stressigen Aufgabe gewachsen, sagte Heynckes:

„Körperlich bin ich fit, der Geist macht mit. Mein Freund, der ist Internist, der kam am letzten Freitag zu uns nach Hause, weil der meine Frau betreut. Und sagte, Du ich muss Dir mal den Blutdruck messen. Ich sag, komm lass. Kann ich Ihnen sagen: 120 zu 70 und 60 Ruhepuls. Und 60 Ruhepuls, da muss man schon gut drauf sein.“

Mit den Spielern wolle er jetzt viele Gespräche führen und dafür sorgen, dass es wieder eine klare Hierarchie im Team gebe, sagte Heynckes. Es müsse wieder eine echte Mannschaft auf dem Platz stehen, die Qualität sei vorhanden:

„Ich denke, ich weiß wie ich die Mannschaft anfassen muss, wie ich mit ihr arbeiten muss. Und ich muss Ihnen sagen, trotz der schwierigen Situation bin ich zuversichtlich, dass wir die Erfolgsspur wieder aufnehmen und dass die Mannschaft, die ja auch Potenzial hat, die auch Klasse hat, dass die auch wieder ein anderes Gesicht zeigen wird.“

Heynckes soll das Team bis zum Saisonende betreuen. Bis dahin will die Bayern-Führung einen neuen Trainer für die Zeit danach gefunden haben, sagte Hoeneß:

„Es gibt uns, die Zeit, dem FC-Bayern die Zeit, in aller Ruhe alle Probleme, alle Baustellen zu befrieden. Und bis zum 1. Juli dann einen neuen Trainer den Verein besenrein zu übergeben. Und wir waren uns einig, dass für diese Aufgabe Jupp Heynckes der ideale Mann ist.“

Trotz seines vorübergehenden Ruhestandes habe der den nationalen und internationalen Fußball intensiv verfolgt, sagte Heynckes. Dabei habe er viele interessante Dinge gesehen. Der Fußball sei aber nicht neu erfunden worden.