Grossbritannien: Queen besucht Opfer von Manchester

Mit einer Schweigeminute hat Großbritannien am Donnerstag der Opfer des Anschlages von Manchester gedacht. Bei dem Selbstmordattentat waren am Montag 22 Menschen getötet worden. Unter den Opfern waren auch Kinder und Jugendliche. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Tat für sich reklamiert. Der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Brite mit libyschen Wurzel sprengte sich zum Ende eines Pop-Konzerts in die Luft.

Königin Elizabeth besuchte am Mittag ein Krankenhaus in Manchester, in dem 19 Verletzte des Anschlags behandelt werden. Die Queen sprach verletzten Jugendlichen Mut zu und bedankte sich beim Krankenhauspersonal. Nach Angaben des Nationalen Gesundheitsdienstes werden in acht Kliniken in Manchester und Umgebung 116 Verletzte des Attentats behandelt. 23 von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Für Aufregung sorgte am Mittag ein verdächtiges Paket in einem Stadtteil von Manchester. Sprengstoffexperten untersuchten den Fund. Kurz darauf teilte die Polizei mit, es habe sich um einen Fehlalarm gehandelt.

Premierministerin Theresa May rief die Bürgerinnen und Bürger zu Wachsamkeit auf. Die Terror-Warnstufe in Großbritannien bleibe auf der höchsten Stufe „kritisch“, sagte May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts am Donnerstag. Die Behörden vermuten ein Netzwerk hinter dem Anschlag