Griechenland: Tote und viele Verletzte bei Erdbeben in der Ägäis

Bei einem Erdbeben in der Ägäis sind am frühen Freitag auf der griechischen Ferieninsel Kos zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien allein dort 100 Menschen zumeist leicht verletzt worden, teilten die Behörden mit. Einige Zeugen berichteten am Freitag am Flughafen der Ferieninsel Kos, was sie in der Nacht erlebt haben:

„Alles hat gewackelt, der Fernseher fiel runter, und es war wirklich … für zwanzig Sekunden war es … wirklich schockierend. Alle liefen aus den Zimmern, auch wir haben das Hotel verlassen und die ganze Nacht draußen verbracht, haben versucht zu schlafen, mit Decken. Es war wirklich heftig.“

„Es war schrecklich, wir lagen im Bett, und dann wackelte unser Bett von links nach rechts. Und in unserem Hotel flippten alle aus. Wir liefen raus und

überall war Wasser, zerbrochenes Glas und Flaschen auf dem Boden und alles.“

Deutsche Urlauber am Düsseldorfer Flughafen am Freitag hatten vor ihrer Reise zur griechischen Ferieninsel Kos durchaus gemischte Gefühle:

„Ein bisschen mulmig schon aber wir haben heute morgen angerufen im Hotel auf Kos und die sagten uns, es wäre nicht so schlimm. Es wäre ein bisschen durcheinander alles, aber sonst wäre alles okay.“

„Nein vom Veranstalter überhaupt keine Information. Vom Gefühl natürlich ein bisschen komisch, aber ich glaube das schlimmste Erdbeben war es jetzt und dann kommen jetzt nur noch Nachbeben. Was soll man machen. Stornieren kann man nicht. Ich habe versucht zu telefonieren aber da geht nichts, also fliegen wir.“

Der türkische Katastrophenschutz teilte mit, das Beben habe eine Stärke von 6,3 gehabt. Das Epizentrum lag demnach auf dem türkischen Festland nahe der Ortschaft Camlik. Andere Behörden gaben die Stärke des Bebens sogar mit 6,7 an. Im türkischen Bodrum, das wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt liegt, wurden etwa 70 Verletzte im Krankenhaus behandelt. Das Beben hätte zudem einen Mini-Tsunami ausgelöst.

Die Türkei und Griechenland liegen am Rande der Eurasischen Platte und sind deswegen für Erdbeben besonders anfällig. So kamen 1999 in Griechenland rund 140 Menschen durch Erdstöße ums Leben. Und im selben Jahr waren bei zwei Beben in der Nordwesttürkei etwa 20.000 Todesopfer zu beklagen.