Griechenland: IWF beteiligt sich unter Vorbehalt an Hellas-Hilfen

Die Eurogruppe hat den Weg für weitere Griechenlandkredite freigemacht. Die Finanzminister einigten sich am Donnerstag in Luxemburg darauf, dass die Regierung in Athen weitere 8,5 Milliarden Euro aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm erhalten soll. Der Internationale Währungsfonds beteiligt sich unter Vorbehalt am Rettungspaket. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte, sie werde dem Direktorium ihres Fonds vorschlagen, ein „Stand-By“-Programm von 14 Monaten von unter zwei Milliarden Dollar aufzulegen. Dieser Prozess soll bis zum 27. Juli abgeschlossen sein. Eine Überweisung solle es aber erst geben, wenn sich die Euro-Geldgeber auf Schuldenerleichterungen geeinigt hätten. Einen derartigen Beschluss wollen die Länder aber erst nach dem Ende des laufenden Programmes im kommenden Jahr fassen.

Die griechische Regierung hat über 100 Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht, darunter Einschnitte im Renten- und Steuersystem. Im Gegenzug erhält das Land Hilfen der Euro-Geldgeber, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Gegen die Reformen gibt es seit Jahren immer wieder Proteste. Am Donnerstag demonstrierten Rentner in Athen gegen den harten Sparkurs. Seit 2010 sind die Renten in Griechenland um bis zu 40 Prozent gekürzt worden.