Greenpeace demonstriert vor CDU-Zentrale

„CDU / CSU: Lasst die Sau raus!“. Mit dieser Forderung gingen Unterstützer der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwochmorgen vor die CDU-Parteizentrale in Berlin.

Auf Fotofolien, die an die Glassfassade im Eingangsbereich geklebt wurden, waren Schweine zu sehen, die dichtgedrängt zusammenstehen.

Die Union habe tatenlos zugesehen, wie sich die Massentierhaltung immer weiter ausdehne, sagte Greenpeace-Experte Dirk Zimmermann. Das gehe auf Kosten der Umwelt und der Tiere:

„Viel zu viele Schweine werden viel zu eng gehalten, ihnen fehlen Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Tiere werden den Haltungsbedingungen angepasst, indem ihnen zum Beispiel die Schwänze abgeschnitten werden, anstatt die Haltungsbedingungen den Bedürfnissen der Tiere anzupassen.

Die künftige Bundesregierung müsse insbesondere in der Schweinehaltung die Anforderungen an die Haltungsbedingungen verschärfen, so die Forderung von Greenpeace.

Auch die Mehrheit der Bevölkerung sei dafür, dass die Standards im Tierschutz hoch seien.

Die Unterhändler der geplanten Jamaika-Koalition beraten an diesem Mittwoch über die Wirtschafts-, die Verkehrs- und die Landwirtschaftspolitik. Kontroversen zeichnen sich besonders in der Landwirtschafts- und Verkehrspolitik ab.