Goldmünzen-Raub: Berliner Polizei meldet Festnahmen

Nach Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Raub einer Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im März hat die Polizei Einzelheiten zu dem Fall veröffentlicht. Die Durchsuchungen in Berlin hätten Fortschritte gebracht, so Carsten Pfohl vom Berliner Landeskriminalamt.

„Die Beweislage stellt sich jetzt so gut da, dass wir zumindest sagen können bei vier, die heute festgenommen worden sind, dass es zu einer Anklageerhebung reicht. Bei den weiteren Ermittlungen, da sind wir noch intensivst dabei. Die Maßnahmen laufen auch noch.“

Die vier Festgenommenen seien nicht vorbestraft und könnten bei einer Verurteilung auf Grund ihres Alters mit Jugendstrafen rechnen. Neun weitere Beschuldigten seien deutlich älter, alle stünden einem arabischen Familienclan nahe oder seien Teil davon, so die Berliner Oberstaatsanwältin Martina Lamb.

„Es ist zumindest für den Großteil ist zu konstatieren, dass sie alle verwandtschaftliche Beziehungen untereinander, Brüder, Cousins, Söhne von Beschuldigten sind. Die jetzt mit Haftbefehl festgenommenen sind sämtlichst Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren.“

Eine Aufsichtskraft im Bode-Museum habe die mutmaßlichen Täter damals auf die Münze aufmerksam gemacht.

Von dem Diebesgut, so die Ermittler, gebe es bisher keine Spur. Es sei davon auszugehen, dass die Münze zerlegt wurde.

„Ein Mal wurde sie ins Gleißbett geworfen und ein Mal vom Bahndamm in den Monbijou-Park. Von daher dürfte sie daher erhebliche Beschädigungen nach sich gezogen haben. Wir gehen leider davon aus, dass sie mutmaßlich zumindest in Teilen veräußert wurde, wenn nicht bereits ganz veräußert wurde.“

In diesem Zusammenhang werde auch gegen einen mutmaßlichen Hehler ermittelt.

Vor der Tat habe es bereits einen Versuch gegeben, in das Bode-Museum einzusteigen. Dem sei möglicherweise ein weiterer vorausgegangen, so die Ermittler.

Polizei und Staatsanwaltschaft zeigten Werkzeuge, die man nach der Tat im März sichergestellt hatte.

Am Mittwoch hatte die Berliner Polizei insgesamt 14 Örtlichkeiten durchsucht. Beamte hätten Schusswaffen, einen niedrigen sechsstelligen Geldbetrag und Beweismittel sichergestellt.