Dem Ausschuss gehören Vertreter von Air Berlin, Commerzbank, der Lufthansa-Tochter Eurowings, der Bundesagentur für Arbeit sowie ein Anwalt an.

Die Gläubiger von Air Berlin beraten am Mittwoch in ihrer ersten Sitzung über die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft. Ob schon konkrete Beschlüsse getroffen werden, ist allerdings offen. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, das Gremium könnte wegen der heiklen Finanzlage von Air Berlin bereits einem Verkauf von deren österreichischen Tochter Niki an die Lufthansa zustimmen.

Dem Gläubigerausschuss gehören Vertreter von Air Berlin, Commerzbank, der Lufthansa-Tochter Eurowings, der Bundesagentur für Arbeit sowie ein Anwalt an. Die Bundesagentur zahlt drei Monate lang das Insolvenzgeld für die 7200 Mitarbeiter in Deutschland. Eurowings hat 38 Maschinen mit Besatzungen von Air Berlin gemietet und vorfinanziert und wäre deshalb von einer Einstellung des Flugbetriebs stark betroffen.

Die verlustreiche zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte vergangene Woche Insolvenz angemeldet, da ihr Hauptaktionär Etihad Airways weitere Finanzspritzen verweigert. Seit Freitag laufen Verhandlungen mit der Lufthansa, aber auch der britische Billigflieger EasyJet und die Thomas-Cook-Tochter Condor gelten als Kandidaten, Teile von Air Berlin zu kaufen. Zuletzt erklärte der Billigflieger Ryanair, ein Gebot zur vollständigen Übernahme von Air Berlin abgeben zu wollen.

Gläubiger von Air Berlin beraten über Zukunft der Airline