Giftige Raupe: Viele Eichenprozessionsspinner im Südwesten Deutschlands

Münster – Der Eichenprozessionsspinner ist in diesem Jahr in ganz Nordrhein-Westfalen – vor allem im Münsterland – deutlich verbreiteter als in den Vorjahren. „Grund dafür sind die idealen Wetterbedingungen im Vorjahr gewesen“, sagte Sonja Kling vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Deshalb habe sich der Schädling stark vermehren können.

Im Wald sollten Spaziergänger befallene Bäume meiden und die Tierchen auf keinen Fall berühren. Kommen sie mit den Haaren der Raupe in Kontakt, reagiert die Haut mit roten, juckenden Pusteln.

Beim Einatmen der Härchen, die Hunderte Meter durch die Luft fliegen können, sind Atemwegsbeschwerden möglich. Die Gefahr sei bis Ende September besonders groß.

Ein Nest des Eichenprozessionspinners

Ein Nest des Eichenprozessionspinners

Auch für Eichen gefährlich

Die Raupen sind auch für die Eichen gefährlich. Zwar könne ein gesunder Baum einen einmaligen Befall problemlos verkraften, teilte Wald und Holz NRW mit. Nach einem mehrmaligem Befall seien die Bäume allerdings geschwächt und sie seien anfällig für weitere Schädlinge wie den Eichenprachtkäfer.

Ob ein Baum befallen ist, erkennen Spaziergänger an den Blättern. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners frisst sie kahl. Vor allem nachts wandert das Tier in der Gruppe an Stamm und Ästen entlang. Um den Eichenprozessionsspinner loszuwerden, können Nester abgesaugt und Biozide eingesetzt werden. (dpa)