Gewerkschaft Cockpit: Genügend Arbeitsplätze für Air Berlin-Mitarbeiter

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin ist pleite. Mitten in der Urlaubszeit zog Großaktionär und Geldgeber Etihad Airways die Reißleine und drehte Air Berlin den Geldhahn zu.

Die Airline war seit Jahren finanziell von Etihad abhängig. Zunächst springt nun die Bundesregierung mit einem 150 Millionen Euro schweren Kredit ein.

Diese sorgt dafür, dass Air Berlin die nächsten drei Monate überbrücken kann und die Maschinen nicht am Boden bleiben müssen.

Die Fluggäste der Airline bedauern die Insolvenz und haben nur gute Erinnerungen an die Airline. So zum Beispiel auch dieser Passagier:

O-Ton: „Finde ich ausgesprochen schade. Ich bin schon öfter mit Air Berlin geflogen, und es hat immer relativ gut geklappt.“

Was mit den Mitarbeitern von Air Berlin geschieht, ist noch nicht geklärt.

Der Präsident der Vereinigung Cockpit Ilja Schulz verurteilte Etihad zwar dafür, dass sie den Geldhahn zugedreht haben, sieht aber gute Chancen für die Mitarbeiter:

O-Ton: „Also wir wissen ja, dass es konkrete Gespräche mit einer Eurowings im Moment gibt. Es gibt auch Gespräche mit anderen Fluggesellschaften. Ich rechne fast damit, dass die Air Berlin dann auch in verschiedene Bereiche aufgeteilt wird und einzelne Teile rausgekauft werden. Wie es genau am Ende des Tages aussieht, das kann ich Ihnen nicht sagen, aber der Deutsche Luftverkehrsmarkt wächst so schnell, dass wir auf jeden Fall genug Platz für alle Arbeitsplätze in Deutschland haben.“

Das von der Bundesregierung gestellte Geld für Air Berlin sollte noch bis Ende November reichen.