G20-Gipfel: Schwere Krawalle in Hamburg

Straßenschlachten am Freitagnachmittag am Rande des G20-Treffens in Hamburg.

Nach Angaben der Polizei warfen Demonstranten Gegenstände auf die Schienen, im U-Bahn-Verkehr kam es zu Störungen. Aufgrund der Krawalle gab es die Empfehlung, mit dem Auto nicht in die Hamburger Innenstadt zu fahren.

An den Landungsbrücken in St. Pauli setzt die Polizei Wasserwerfer gegen gewaltbereite G20-Gegner ein.

Bei einem Unfall in Bahrenfeld wurden nach Angaben der Feuerwehr elf Demonstranten schwer verletzt.

Die Polizei meldete, größere Störergruppen seien aus dem Stadtgebiet gemeldet worden.

Im Schanzenviertel würden Einsatzkräfte mit Gegenständen beworfen. Vor der „Roten Flora“ hätten sich mehrere Personen vermummt und mit Eisenstangen bewaffnet.

Aus den anderen Bundesländern seien mehrere zusätzliche Hundertschaften als Verstärkung eingetroffen, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Freitag. Sie sollten helfen, die „völlig irre Gewalt“ marodierender linksextremer Gruppen in der Stadt unter Kontrolle zu bringen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die Krawalle rund um den G20-Gipfel.

„Ich habe jedes Verständnis für friedliche Demonstrationen. Aber gewalttätige Demonstrationen bringen Menschenleben in Gefahr, sie bringen Menschen sich selbst in Gefahr, sie bringen Polizistinnen und Polizisten, sie bringen Sicherheitskräfte in Gefahr, Anwohner und Bewohner in Gefahr. Und deshalb ist das nicht zu akzeptieren. Aber unser gesamter Rückhalt. Mein gesamter Rückhalt gilt den Sicherheitskräften, die hier in diesen Stunden ihren Dienst tun. Und das ist ein sehr harter Dienst. Und deshalb sind wir sehr dankbar.“

Den ganzen Freitag über lieferten sich Linksextremisten ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Vielerorts eskalierte die Gewalt.

Die Gipfelgegner kritisierten, sie seien von der Polizei provoziert worden. „Wir lassen uns das Demonstrieren nicht verbieten“, twitterte ein Bündnis: „Der Kampf geht weiter.“ Dutzende Demonstranten seien verletzt worden.