Fusion bei Fernbussen – Flixbus festigt Führungsposition

Im hart umkämpften deutschen Fernbusmarkt festigt Flixbus seine Position als Nummer eins mit der Übernahme der Post-Tochter Postbus. Vom November an sollen die Postbus-Strecken in das Flixbus-Netz integriert werden, teilte Flixbus am Mittwoch mit. Das Kartellamt will den Zusammenschluss der beiden Marktführer nicht ausbremsen – die Fusion ist für eine Prüfung zu klein.

Flixbus-Sprecher Gregor Hintz verspricht nach der Übernahme nicht nur stabile Preise für die Kunden:

„Wir profitieren in erster Linie davon, dass wir neue Linien dazubekommen. Wir können Dopplungen in einem Netz, was es dann nachher geben wird, vermeiden, dadurch an anderen Stellen neue Linien ausbilden und insgesamt dadurch ein größeres, attraktiveres Netz schaffen für Fahrgäste.“

Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt äußerte sich am Rande einer Pressekonferenz zu der Postbus-Übernahme:

„Es ist vom Grunde her nicht falsch, weil auch ein Fernbus Geschäft langfristig nur zur Verfügung stehen wird, wenn es entsprechend auch positive Zahlen erwirtschaftet. Außerdem halte ich es auch langfristig für notwendig, dass wir hier zu realen Preisen kommen, gerade im Wettbewerb mit der Bahn.“

Alexander Dobrindt hatte im Rahmen der Bundespressekonferenz angekündigt, dass Deutschland mehr Geld als jemals zuvor in den Ausbau und vor allem den Erhalt von Straßen sowie Schienen- und Wasserwegen stecken will.

Bis 2030 sollen rund 270 Milliarden Euro fließen, heißt es im Bundesverkehrswegeplan, den das Kabinett am Mittwoch beschloss.