Formel E zu Gast in Berlin-Tempelhof

Autowechsel statt Volltanken, so sieht es aus bei einem Rennsportevent unter der Fahne der E-Mobilität. Und diese alternativen Sportszene kann sich durchaus sehen lassen.

Kein Motor-Dröhnen. Kein Benzingeruch in der Luft. Die Formel E kommt entschieden leiser daher als die Formel 1. Aber das Prinzip bleibt das gleiche: Autos fahren ihre Runden und jeder Pilot will mit seinem Team das Rennen gewinnen. Bei schönstem Frühsommerwetter durften sich Schaulustige auf dem Tempelhofer Feld in Berlin am Samstag ein eigenes Bild von dieser Motorsport-Variante der Zukunft machen und waren entsprechend begeistert:

„Ich denke mal so in zwanzig Jahren wird es Formel 1 nicht mehr geben, sondern nur noch Formel E. Und warum soll man sich die Anfänge nicht anschauen?“

„Genau, weil wir eigentlich Formel 1 Fans sind, wollten wir die Formel E als Vergleich. Finden wir aber ganz gut.“

„Ja, es ist einfach auch dieses ganze Event. Das du viel näher dran bist. Auch die Boxengasse. Das alles ab- und aufbaubar ist. Das ist schon cool.“

Und die Formel E macht wieder Station auf dem Flughafengelände von Tempelhof, nachdem sie im vergangen Jahr durch Friedrichshain, Berlin-Mitte und über die Karl-Marx-Allee rasen durfte. Doch die Veranstalter freuen sich über den gewaltigen Zuspruch und sehen in sich nicht weniger als die Zukunft des Motorsports. Formel E-Chef Alejandro Agag am Samstag in Berlin-Tempelhof:

„Formul E ist neu und anders ist. Eine neue Vision des Motorsports. Alles geht in Richtung Elektro zurzeit. Viele Autos sind bereits elektrisch und hoffentlich werden bald alle Elektroautos sein. Die Formel E macht Werbung für Elektro-Autos.“

Insgesamt müssen die Fahrer in diesem Jahr 42 Runden, und damit 94,5 Kilometer, fahren. Die Eintrittspreise für Plätze auf den Tribünen liegen zwischen 25 und 50 Euro. Während Stehplätze zum Teil sogar gratis sind. Weitere Rennen dieser Motorsport-Vision der Zukunft sind in diesem Jahr in New York und Montreal geplant.