Fingerabdrücke von minderjährigen Asylsuchenden werden registriert

Zur Identitätsprüfung sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, Fingerabdrücke von Sechs- bis 14-Jährigen zu nehmen, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig, nach Abschluss von Beratungen der Minister in Dresden.

Die Behörden sollen künftig auch die Fingerabdrücke minderjähriger Flüchtlinge speichern dürfen. Das sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig, nach Abschluss von Beratungen der Minister in Dresden.

„Die Voraussetzung dafür schaffen wollen künftig auch Fingerabdrücke von Sechs- bis 14-Jährigen zu nehmen, um die Identität zu prüfen und eventuelle Mehrfach-Identitäten zu verhindern.“

Bund und Länder wollen zudem der terroristischen Bedrohung mit gemeinsamen Standards begegnen, kündigte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere an.

„Wir haben einen Beschluss gefasst, dass wir die Gefährder und Gefährdungsbewertung auf neue Füße stellen, ein neues Analysemodell. Wir haben darüber hinaus uns verständigt, dass die Sachbearbeitung, also der operative Umgang mit Gefährdern in ganz neuer und verbindlicher Weise als bisher zustande kommt.“

De Maiziere bekräftigte zudem, die Möglichkeit zum Abgreifen von Informationen und Nachrichten in Messenger Diensten wie WhatsApp solle noch in den nächsten beiden Sitzungswochen des Bundestages in der Strafprozessordnung geregelt werden. Nicht geeinigt haben sich die Länder laut Sachsens Innenminister Ulbig bei der Schleierfahndung.