Festnahmen in Spanien im Zusammenhang mit Brüssel-Anschlägen

Die spanische Polizei hat bei Razzien in Barcelona neun Männer festgenommen, von denen mindestens drei in Zusammenhang mit den Anschlägen von Brüssel gebracht werden. Bei den Verdächtigen handle es sich um acht Marokkaner und einen Spanier, die zwischen 30 und 40 Jahre alt seien. Die meisten von ihnen seien wegen organisiertem Verbrechen wie etwa Drogenvergehen vorbestraft.

Insgesamt seien zwölf Immobilien durchsucht worden, teilte die Polizei mit. Dabei seien Dokumente, Computer und Speichermedien beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet würden. Vorausgegangen seien seit acht Monate laufende Ermittlungen gegen die Verdächtigen. Die meisten der Festgenommenen lebten bereits seit mehr als 20 Jahren im nordostspanischen Katalonien, seien aber häufig für Besuche nach Marokko gereist. Auch in Marokko selbst seien Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Fall im Gange.

Bei den islamistischen Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn wurden im März vergangenen Jahres 31 Menschen getötet.