Facebook gründet „Initiative für Zivilcourage“

Facebook hat zugesagt, in Deutschland entschiedener gegen Hass-Botschaften im Netz vorzugehen. Doch das Netzwerk will es nicht alleine beim Löschen belassen, sondern nimmt nun auch Geld in Hand.

Berlin 18.01.16: Facebook hat zusammen mit Menschenrechtsorganisationen und Forschungseinrichtungen die europäische «Initiative für Zivilcourage Online» ins Leben gerufen.

Die Aktion hat sich zum Ziel gesetzt, Extremismus und Hassreden im Internet zu bekämpfen. Die Initiative kann sogenannte NGOs, also Nichtregierungsorganisationen fördern, die sich im Kampf gegen Online-Extremismus in Europa engagieren.

An der Gründung beteiligt sich neben Facebook auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich in Deutschland einen Namen im Kampf gegen Rassismus gemacht hat. Facebook-Chefin Sheryl Sandberg hat ehrgeizige Pläne.

Sandberg, Geschäftsführerin Facebook:

«Auf unserer Plattform ist kein Platz für Hass oder Intoleranz. Wir arbeiten hart daran unsere Gemeinschaftsregeln durchzusetzen. Wir arbeiten hart daran unsere Gemeinschaftsstandards der Zeit anzupassen, damit Hass keine Chance hat. Damit wir dafür sorgen können dass es keine Hetze und keinen Aufruf zu Gewalt auf unserer Plattform gibt.»

(We take the challanges very seriously, there is no place on our Plattform for hate or Intolerance, we work hard to enforce our community standarts, we work hard to evolve our community standarts, to the evolving time, so that we can take hate down, so that we can make shure there is no hatespeech, there is no call for Violence on our Plattform.)

Die neue Initiative soll unter anderem Instrumente entwickeln, mit deren Hilfe sich Menschen gegen Hassbotschaften im Netz engagieren können.

Anetta Kahane, Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, sagte, es sei eine enorme gesellschaftliche Herausforderung, die Angriffe im Netz einzudämmen.

Video-Source: dpa
Fotos: picture alliance