Experten prüfen Verwicklung Nordkoreas in WannaCry-Hackerangriff

Die Schadsoftware WannaCry treibt seit Freitag auf Windows-Computern ihr Unwesen. Dabei wird der Rechner blockiert und ein Lösegeld gefordert.

Computerexperten gehen Hinweisen nach, dass Nordkorea in den weltweiten WannaCry-Cyberangriff verwickelt sein könnte. Die Sicherheitsfirmen Symantec und Kaspersky Lab erklärten am Montag, Teile des Codes aus der neuen Schadsoftware seien auch in Programmen der Lazarus Group zu finden. Eric Chien von Symantec.

„Gerade haben wir ein paar Hinweise auf Verbindungen zwischen WannaCry und der Lazarus Group entdeckt. Lazarus steckte zum Beispiel hinter den Angriffen auf Sony und die Bangladesch Banken.“

Hinter Lazarus vermuten zahlreiche Fachleute Nordkorea. Eine Stellungnahme der nordkoreanischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York lag zunächst nicht vor. WannaCry treibt seit Freitag auf Windows-Computern sein Unwesen. Dabei werden die Daten des Benutzers verschlüsselt und dann ein Lösegeld zur Freigabe gefordert. Nach US-Angaben zahlten WannaCry-Opfer bislang insgesamt weniger als 70.000 Dollar Lösegeld. Es sei kein Fall bekannt, in dem die Zahlung tatsächlich zu einer Freigabe der Daten geführt habe.