Ex-FBI-Chef Mueller soll Trump/Russland-Affäre untersuchen

Die US-Regierung beugt sich Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung möglicher Russland-Verbindungen von Präsident Donald Trump.

Er soll prüfen, ob es zwischen dem Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump und der Regierung in Moskau geheime Absprachen gab und ob Russland Einfluss auf die Präsidentenwahl im November nahm.

Das Justizministerium ernannte am Mittwoch den früheren FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler.

Damit beugt sich die US-Regierung Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung möglicher Russland-Verbindungen von Trump.

„Ich habe beschlossen, dass ein Sonderberater notwendig ist, damit das amerikanische Volk volles Vertrauen in das Ergebnis hat“, erklärte der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein.

Trump selbst betonte in einer Stellungnahme des Präsidialamtes, dass er davon ausgehe, dass ihn die Untersuchung entlasten werde. Er erwarte nun, dass die Sache rasch abgeschlossen werde.

Trump ist zuletzt verstärkt unter Druck geraten. Auslöser war die überraschende Entlassung von FBI-Chef James Comey vergangene Woche. Comey leitete eine bundespolizeiliche Untersuchung zu den Russland-Kontakten des früheren Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn.

Für zusätzlichen Sprengstoff sorgte ein am Dienstag bekanntgewordenes Gesprächsprotokoll Comeys, wonach Trump ihn im Februar zur Einstellung der Flynn-Untersuchung aufgefordert haben soll. Mit seinem Vorgehen setzte sich Trump dem Vorwurf der Vertuschung aus.

Die Berufung Muellers zum Sonderermittler stieß parteiübergreifend auf Zustimmung.