Erleichterung in Deutschland nach Wahl in Frankreich

Der Sieg von Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird als Sieg für Europa gewertet.

Die Schlagzeilen der deutschen Zeitungen zur Präsidentschaftswahl in Frankreich waren manchmal witzig,

durchgehend aber positiv. Die Wahl des pro-europäischen Linksliberalen Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten wurde mit Erleichterung aufgenommen.

Macron hat bei der Stichwahl am Sonntag nach der Auszählung fast aller Wahlzettel mehr als 66 Prozent der gültigen Stimmen erhalten. Er siegte damit mit großem Abstand vor der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen.

In der Europäischen Union reagierten Politiker mit Erleichterung auf die Entscheidung der Franzosen.

Ähnliche Reaktionen auch bei den Berufspendlern in Berlin:

„Ich bin sehr froh über den Ausgang. Ich hatte nicht erwartet, dass es so gut ausgeht. Ich bin ein wenig enttäuscht über die niedrige Wahlbeteiligung, die hätte ich mir höher vorgestellt. Offenbar wir in Deutschland das Problem als bedeutsamer angesehen als die Franzosen. Trotzdem, alles in allem eine gute Sache.“

„Na ja, das ist das kleinere Übel, würde ich sagen.“

„Ich finde es eigentlich traurig, dass es so entschieden werden musste. Weil Macron wollte auch nicht jeder wählen, eigentlich. Eigentlich war Pest oder Cholera. Für Europa finde ich es gut. Gott sei Dank, nicht Le Pen.“

„Ja, auf jeden Fall besser, als wenn die Rechten da gewählt werden würden. Also, hat mich schon positiv überrascht. Bin ich glücklich drüber, muss ich ehrlich sagen.“

Bei der Wahl in Frankreich erreichte der Anteil von ungültigen oder leeren Stimmzetteln einen neuen Rekordstand.

In seiner ersten Ansprache nach der Wahl war Macron darauf eingegangen und hatte versprochen, daran zu arbeiten „Europa und seine Völker“ wieder zu versöhnen.