Eine Milliarde teure Kernfusionsanlage erzeugt erstes Plasma

Das Kernfusionsexperiment «Wendelstein 7-X» am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald hat das erste Plasma erzeugt. Die eine Milliarde teuere Anlage ist das weltweit größte Fusionsexperiment vom Typ «Stellarator».

Es klingt ein bisschen nach «Big Bang Theory» und ist für Physik-Nerds ein absolutes Highlight: Das Kernfusionsexperiment «Wendelstein 7-X» in Greifswald. Nach Angaben des Max-Planck-Instituts ist es das modernste und neben einer Anlage in Japan das weltweit größte Fusionsexperiment vom Typ «Stellarator».

Der Name dieses Fusionskonzeptes lehnt sich an die Kernfusion als Energiequelle der Sterne, lateinisch stella, an.

Das bedeutet: In der eine Milliarde Euro teuren Anlage wollen Forscher die Kernfusion analog zu den Prozessen auf der Sonne erforschen.

Das Institut für Plasmaphysik hat kurz nach nach der Erteilung der Betriebsgenehmigung in dem Vakuumring der Testanlage mit Hilfe einer Mikrowellenheizung ein Helium-Plasma erzeugt.

Damit soll die Verschmelzung von Atomkernen zum Zweck einer kohlenstofffreien Energieerzeugung genutzt werden.