Duisburg: Gedenken an Opfer des Loveparade-Unglücks

Sieben Jahre nach dem Loveparade-Unglück, bei dem 21 Menschen ihr Leben verloren, sammelten sich vor allem Angehörige der Opfer am Montag am Unglücksort, um still zu gedenken. Zum ersten Mal war auch die Öffentlichkeit zu dieser Trauerfeier zugelassen. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link beschreibt die Situation:

„Ein sehr bewegender Ort, ein sehr bewegender Moment und die Gespräche mit den Eltern und den Betroffenen gehen einem immer noch nahe, jedes Jahr aufs neue, und jedes Jahr gleich bewegend, das sind sehr emotionale Momente, für mich als den Oberbürgermeister sowohl als auch für mich als Mensch.“

Laut Pfarrer Jürgen Thiesbonenkamp stehen die Angehörigen aber auch unter dem Eindruck des bevorstehenden Prozesses gegen zehn mutmaßliche Verantwortliche des Unglücks.

„Also, sie sind jetzt natürlich aufgewühlt, viele innerlich und haben Erwartungen an den Prozess, haben Erwartungen und Hoffnungen, auf den Prozessauftakt im Dezember und das der Prozess auch Aufklärung bringen wird.“

Der Prozess soll aufgrund einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf im Dezember beginnen. Das Duisburger Landgericht hatte im April 2016 zunächst die Anklagen gegen die zehn Beschuldigten zurückgewiesen.