Demo einmal anders: WorldPride-Parade in Madrid

In der spanischen Hauptstadt gab es eine äußerst bunte Party.

Hunderttausende waren am Wochenende in Madrid unterwegs, bei den Feiern zum Thema „WorldPride“, Weltstolz, der Bewegung der Lesben und Schwulen, der Bi- und Transsexuellen.

Mehr als 50 Festwagen bildeten einen Riesenkonvoi in der spanischen Hauptstadt. Die Atmosphäre war ähnlich wie beim Karneval.

Teilnehmer hatten ganz verschiedene Hintergründe und auch Gründe, hier dabeizusein:

O-Ton: „Ich erwarte eine gute Zeit. Voriges Jahr war es gut, aber diese World Pride-Parade ist viel größer. Ich hoffe auf viel Spaß, Verrücktheit, eine Menge Dinge, die meine Mutter verwundern würden über meine Entscheidungen im Leben – aber sie unterstützt mich, wissen Sie ….“

O-Ton: „Ich möchte all diejenigen ermutigen, die sich noch nicht stark genug fühlen, um herauszukommen – kommt zu solchen Paraden! Wir alle gemeinsam können eine Menge tun!“

O-Ton: „Es gibt in Afrika 54 Länder, und in fast allen ist es eine Straftat, homosexuell zu sein. Deshalb wollen wir heute unsere Stimme erheben, damit die Menschen uns hören!“

Erstmals hatte eine Parade unter dem Motto „World Pride“ im Jahr 2000 in Rom stattgefunden.

Tausende Polizisten sollten die Parade in Madrid absichern, nicht zuletzt, um etwaige Angriffe mit Fahrzeugen wie jüngst in Berlin, London oder Nizza zu verhindern.