Das Berliner Stadtschloss bleibt im Rahmen

Nach Auskunft der gleichnamigen Stiftung liegt der Bau des Humboldt Forums sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan.

Was wie im Moment noch wie die Kuppel einer Moschee anmutet, ist der Rohbau des Berliner Stadtschlosses, das im Herzen der Hauptstadt neu errichtet wird. Humboldt Forum wird der Komplex heißen, der von außen Schloss und von innen Stätte der Kultur, Forschung und Begegnung werden soll. Am Mittwoch wurde der Öffentlichkeit der Stand der Dinge präsentiert.

Das Forum liegt auf dem Gelände des ehemaligen Stadtschloss der Hohenzollern, eines Barockbaus, errichtet zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Im zweiten Weltkrieg wurde es beschädigt, die DDR-Regierung ließ die Reste sprengen, ließ später hier den Palast der Republik entstehen, ein Veranstaltungsort. Ab 2019 sollen im Humboldt-Forum die außereuropäischen Sammlungen der Berliner Museen untergebracht werden.

Große Bauvorhaben sind in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht problemlos abgelaufen. Hans-Dieter Hegner konnte am Mittwoch Entwarnung geben. Der Bau liege derzeit sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen.

„Wobei der Zeitrahmen sportlich ist, das gebe ich zu. Ich hatte darüber berichtet, dass wir die ein oder andere Vergabeproblematik hatten, Nachprüfungsverfahren. Das ist das nicht lustig, wenn man auf der Baustelle sozusagen Umorganisationen treffen muss, aber es ist uns bisher gelungen, als diese Verzüge sozusagen mit Aufholkonzepten einigermaßen zu kompensieren.“

Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen laut Humboldt Forum bei fast 600 Millionen Euro.

Zuletzt hatte die Frage nach dem geplanten Kreuz auf der Kuppel des Gebäudes für Gesprächsstoff. Kritiker hatten moniert, dies ordne dem Gebäude eine Glaubensrichtung zu. Johannes Wien ist Vorstandssprecher der Stiftung Humboldt Forum:

„Der Stiftungsrat hatte sich bereits 2010 für die Rekonstruktion der Kuppel inklusive Kreuz und der anderen Schmuckelemente entschieden und dabei bleibt es auch.“

Nach Angaben des Humboldt Forums wird das Stadtschloss die historische Mitte Berlins vervollständigen. Die geplanten Ausstellungskonzepte werden auch die politische Dimension des Ortes aufnehmen, verspricht der Stiftungsvorstand.