Comicverfilmung: Wonder Woman kommt

Die Comicverfilmung feierte am Donnerstag Premiere in Los Angeles, eine ursprünglich für kommende Woche geplante Londoner Aufführung von „Wonder Woman“ wurde wegen des Anschlags in Manchester abgesagt.

So entspannt kann eine Superheldin auf dem Roten Teppich aussehen. Schauspielerin Gal Galdot stellte am Donnerstag in Los Angeles gemeinsam mit ihren Kollegen den Streifen „Wonder Woman“ vor, in dem sie die Hauptrolle spielt. Doch obwohl Manchester geografisch weit entfernt liegt, war der dortige Anschlag auch hier irgendwie präsent, erkennbar an den herauf gefahrenen Sicherheitsmaßnahmen, aber auch emotional.

O-Ton: „Das ist schrecklich und macht mich sehr traurig. Das sind die Extreme des Lebens, richtig? Ich habe Erstaunliches erlebt. Ich habe so lange an diesem Film gearbeitet, und nun kommt er bald raus. Andererseits gibt es diese terroristischen Anschläge und Selbstmordattentäter und die schlimmsten, furchtbarsten Extreme. Da ich aus Israel komme, kenne ich das leider, meiner Meinung nach war es gut, die Premiere nicht in London zu veranstalten.“

Diese war für den 31. Mai geplant und wurde inzwischen abgesagt. Das begrüßte auch die Regisseurin des Films, Patty Jenkins.

O-Ton: „Wir alle blicken mit gebrochenen Herzen nach Großbritannien. Es ist nicht der Moment zum Feiern. Ich bin froh, dass wir einen Film über Liebe gemacht haben und über den Versuch, ein besserer Mensch zu sein. Diese Nachricht muss aktuell in die Welt gesendet werden.“

Diese Liebes-Botschaft via „Wonder Woman“ würde sich somit in der Geschichte der Amazonen-Prinzessin Diana verbergen, die nach der Bruchlandung eines von Chris Pine verkörperten, amerikanischen Piloten auf ihrer einsamen Insel beschließt, diese zu verlassen, um an seiner Seite gegen das Böse zu kämpfen. Dabei entdeckt sie ihre eigenes Potenzial. Die Verfilmung greift auf das kultige Universum des Verlages DC Comics zurück, doch nicht nur ausgewiesene Comic-Fans will die Regisseurin erreichen.

O-Ton: „Es gibt so ein Glaubenssystem darüber, wer sich Filme über Superhelden anschaut. Das wollte ich mit diesem Film ein bisschen ändern. Wir haben versucht, einen Film für alle zu machen, so wie die großen Klassiker von „Supermann“, Teil 1, bis zu „Indiana Jones“. Also hoffe ich, ehrlich gesagt, dass wir so ziemlich jeden ansprechen.“

Das kann hierzulande dann jeder, der möchte, ab Mitte Juni selbst ausprobieren, wenn „Wonder Woman in die deutschen Kinos kommt.