Busunglück auf der A9: Behörden: Busfahrerwar unaufmerksam

Das schwere Busunglück war Anfang Juli in Oberfranken auf der Bundesautobahn A9 geschehen. 18 Menschen kamen damals ums Leben. Nun haben die Behörden am Mittwoch in Hof erste Ermittlungsergebnisse vorgelegt. Demzufolge hat die Unaufmerksamkeit des Busfahrers den Auffahrunfall mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 70 Kilometer pro Stunde ausgelöst, wie Jochen Götz sagte, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Oberfanken:

O-TON: „Der Fahrer versuchte noch, nach rechts, Richtung Standstreifen auszuweichen. Und hat wohl im letzten Moment auch noch gebremst. Was die genaue Ursache für diese Unaufmerksamkeit war, lässt sich nicht mehr feststellen. Nach den bisherigen Ermittlungen ergaben sich keine Hinweise auf äußere Einflüsse auf den Fahrer.“

Der Bus war auf einen Lkw aufgefahren. Dadurch sei der Zusatztank des Busses geplatzt. Bei der starken Hitzeentwicklung habe sich der austretende Kraftstoff entzündet. Außerdem sei es zu einem Kurzschluss der Elektrik gekommen,

Neben den Toten wurden 30 Menschen verletzt, etliche von ihnen schwer. Kurz nach sieben Uhr am Unfalltag, einem Montag, war ein Reisebus bei sich stauendem Verkehr auf einen vorausfahrenden Sattelzug aufgefahren. Kurz darauf stand der mit 46 Fahrgästen und zwei Fahrern besetzte Bus in Flammen und brannte komplett aus.