Bundeswehr-Offizier wegen mutmaßlicher Anschlagsplanung festgenommen

Dem Oberleutnant wird vorgeworfen, Ende Januar auf dem Wiener Flughafen Schwechat eine geladene Pistole in einem Putzschacht in einer Toilette versteckt zu haben.

Die Polizei hat in Bayern einen 28-jährigen Bundeswehr-Soldaten wegen des Verdachts auf Anschlagsplanungen festgenommen. Dem Oberleutnant werde vorgeworfen, Ende Januar auf dem Wiener Flughafen eine geladene Pistole in einem Putzschacht versteckt zu haben, sagte die Oberstaatsanwältin Nadja Niesen, von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag.

„Und bei dem Versuch, wenige Tage später, wieder in den Besitz dieser Waffe zu gelangen, wurde er von österreichischen Behörden vorläufig festgenommen und auch erkennungsdienstlich behandelt. Des weiteren geht es bei dem Soldaten um den Vorwurf des Betruges. Es soll Ende Dezember 2015 sich als syrischer Kriegsflüchtling ausgegeben haben, und zwar unter falschen Personalien. Er soll dann in Bayern bei einer Erstaufnahmeeinrichtung einen entsprechenden Asylantrag gestellt haben. Und in der Folgezeit soll man ihm auch eine Unterkunft in Bayern in einer Flüchtlingsunterkunft zugewiesen haben, und er soll auch entsprechende Leistungen für Flüchtlinge bezogen haben.“

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprach der Beschuldigte dabei kein Arabisch. Es gebe Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund. In die mutmaßlichen Anschlagsplanungen sei möglicherweise auch ein 24-jähriger Student aus Offenbach miteinbezogen. Er sei ebenfalls festgenommen worden.