Britische Fluggesellschaft Monarch stellt Betrieb ein – 110.000 Passagier

Der Preiskampf in der europäischen Luftfahrt sorgt für die dritte Airline-Pleite in diesem Jahr. Die britische Fluggesellschaft Monarch meldete am Montag überraschend Insolvenz an. Anders als zuvor bei Alitalia und Air Berlin stellte das Unternehmen jedoch den gesamten Flugbetrieb ein und löste damit die größte Rückholaktion von Passagieren nach Großbritannien seit Jahrzehnten aus.

Denn durch das plötzliche Aus für Monarch sind rund 110.000 Fluggäste im Ausland gestrandet.

Die Regierung in London wies die Luftfahrtbehörde CAA an, mehr als 30 Flugzeuge für den Rücktransport der Monarch-Kunden zu chartern. Einen Fall solchen Ausmaßes habe es in Friedenszeiten in Großbritannien noch nie gegeben, teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Monarch hat rund drei Dutzend Maschinen und flog vor allem beliebte Ferienziele an, etwa in Spanien, Portugal und Italien.