Bombendrohung in Los Angeles – 640.000 Schüler bleiben zuhause

Die entsprechende Drohbotschaft sei über eine Internetadresse in Frankfurt verschickt worden, sagte eine Sprecherin der Schulverwaltung.

In Los Angeles sind nach einer Bombendrohung mehr als 1200 Schulen vorsichtshalber geschlossen worden.

Etwa 640.000 Kinder und Jugendliche mussten am Dienstag zu Hause bleiben. Die Behörden ordneten Durchsuchungen aller Einrichtungen an. Die auf elektronischem Wege empfangene Drohung habe sich gegen zahlreiche, nicht näher benannte Schulen gerichtet, sagte der Leiter der Schulaufsicht, Ramon Cortines. Daher habe er die Schließung veranlasst. „Ich möchte, dass alle Schulen für die Schüler und das Personal sicher sind“, sagte Cortines

Vor knapp zwei Wochen hatte ein von der islamistischen IS-Miliz inspiriertes Ehepaar in San Bernardino 14 Menschen getötet. Das hatte Angst vor weiteren Attentaten geschürt.

„Hier herrschen Verwirrung, Chaos und Nervosität, sagt diese Mutter. „Man weiß nicht, was vor sich geht.“

Der Schulbezirk Los Angeles ist der zweitgrößte der USA. Eltern wurden gebeten, ihre Kinder nicht zur Schule zu bringen. Schüler, die bereits in den Schulen waren, wurden nach Hause geschickt.

„Das ist ziemlich blöd, denn diese Woche stehen Abschlussprüfungen an, und dafür müssten wir lernen“, sagt dieser Schüler.

Laut US-Behördenangaben gibt es eine Spur nach Deutschland. Eine Sprecherin des Schulverwaltung von LA sagte, die Drohmail sei über eine IP-Adresse in Frankfurt gekommen. Aus Ermittlerkreisen hieß es allerdings, der Absender könne seinen Standort verschleiert haben.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters