May will bleiben und Brexit-Verhandlungen führen

Trotz ihrer klaren Schlappe bei der Unterhauswahl will Theresa May britische Premierministerin bleiben und mit Hilfe kleinerer Parteien weiter regieren.

Die britische Premierministerin Theresa May hat von Königin Elizabeth II. den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung erhalten.

„Ich war gerade bei ihrer Majestät, der Queen. Jetzt werde ich eine Regierung bilden. Eine Regierung, die Klarheit liefert und Großbritannien in diesen kritischen Zeiten nach vorne bringt. Diese Regierung wird das Land durch die wichtigen Brexit-Verhandlungen führen, die in nur 10 Tagen beginnen. Sie wird den Willen des Volkes erfüllen, indem das Vereinigte Königreich aus der EU führt.“

In der neuen Regierung würden die Tories mit der nordirischen Partei Democratic Unionists zusammenarbeiten. Beide Parteien verfügen nach der Unterhauswahl am Donnerstag über eine knappe Mehrheit.

So mancher will sich mit dem Ergebnis der Wahl noch nicht zufrieden geben. Der Chef der britischen Liberaldemokratischen Partei, Tim Farron, hält gar ein zweites Brexit-Referendum für nicht mehr ausgeschlossen.

„Die Gespräche über den Austritt sollten ausgesetzt werden, bis die Regierung sich neu sortiert hat.“

May und ihre Tories gingen aus der Unterhauswahl am Donnerstag zwar als stärkste Kraft hervor, verloren aber ihre absolute Mehrheit. Eigentlich wollte May mit der Abstimmung die Mehrheit ausbauen.