Berliner Passanten zur britischen Unterhauswahl

Die Konservativen von Premierministerin Theresa May haben ihre absolute Mehrheit bei der Wahl zum britischen Unterhaus verloren, sind aber stärkste Partei. Befragte in Berlin äußerten am Freitagmorgen die Befürchtung, die anstehenden Brexit-Verhandlungen könnten nun eher komplizierter werden.

Am Freitagmorgen sieht es sehr so aus, als habe die konservative Partei von Regierungschefin Theresa May bei der Unterhauswahl in Großbritannien ihre absolute Mehrheit verloren. Damit zeichnet sich eine Hängepartie im Parlament ab und ein politisches Patt, das die anstehenden Brexit-Verhandlungen verzögern und enorm erschweren könnte. Dazu morgendliche Stimmen von Passanten im Berliner Bahnhof Friedrichstraße.

O-Ton: „Das macht es nicht einfacher, ja. Das macht es nicht einfacher. Und das wird sicher noch komplexer und noch komplizierter auch die ganzen Austrittsverhandlungen. Und auch wie jetzt reagiert wird auf den Terror und diese ganzen wichtigen Fragen, die im Moment die Welt bewegen.“

O-Ton: „Mal sehen, was daraus wird für den Brexit. Das ist ja jetzt abhängig, welche Koalition sie bilden kann. Ich habe da selbst keinen Einblick, um da irgendeine Meinung dazu zu entwickeln, ob der Brexit damit vielleicht sogar verhindert werden könnte.“

O-Ton: „Es bleibt natürlich dabei, dass das jetzt schwierige Verhandlungen sowieso werden zwischen der EU und Großbritannien.“

Schwieriger dürften die Brexit-Verhandlungen tatsächlich auf jeden Fall werden. Die Konservativen setzten auf einen harten Schnitt mit der Europäischen Union. Dafür benötigten sie aber eine klare Mehrheit im Parlament und damit ein klares Verhandlungsmandat. Alle anderen Parteien im Parlament sind gegen einen „harten Brexit“ oder sogar gegen den EU-Austritt. Dass dies zu einem Rücktritt vom Brexit führt, gilt jedoch als unwahrscheinlich.