Berlinale-Abschluss: Glamourös und ernst zugleich

Zehn Tage Ausnahmezustand in Berlin: Mit der Bärenverleihung und einem letzten starbelandenen Roten Teppich ist die Berlinale zu Ende gegangen.

Ein letzter Roter Teppich läutet das große Finale der Berlinale ein. Stars und Sternchen posieren noch mal für die Fotografen. Der Festival-Direktor ist zufrieden.

Dieter Kosslick, Berlinale-Direktor: «Es war, es ist eine wunderbare Berlinale und ich hoffe, der beste Film gewinnt!»

Dafür ist die internationale Jury um Hollywood-Star Meryl Streep ja auch da, um den besten Film zu küren. Von Streep können die Fans auch nach zehn Tagen einfach nicht genug bekommen.

Die Spannung steigt, und da ist er, der Sieger des Goldenen Bären: die italienische Flüchtlingsdoku «Fuocoammare» von Gianfranco Rosi ist der beste Film geworden.

Gianfranco Rosi, bekommt Goldenen Bären für Fuocoammare: «Ich hoffe, der Film schafft ein Bewusstsein. Es ist so eine riesige Tragödie, wir müssen diese Bilder zeigen, wir dürfen nicht zulassen dass diese Menschen im Meer sterben, weil sie flüchten. Wir alle sind dafür verantwortlich, Europa muss mehr tun als Mauern zu errichten.»

Auch die glitzernde Berlinale-Traumwelt kommt also am Thema Flüchtlinge nicht vorbei.

Senta Berger, Schauspielerin: «Das ist doch unser Thema. Film kann ja nur ein Spiegel der Gesellschaft sein.»

Martina Gedeck, Schauspielerin: «Es ist wichtig dass wir darüber sprechen miteinander, dafür ist so ein Filmfestival ja da.»

Trine Dyrholm, bekommt Silbernen Bären als beste Darstellerin: «Ich finde die Berlinale toll, weil hier Publikum in die Filme darf. Es ist kein Festival nur für Fachleute, hier gehen Menschen ins Kino. Für sie machen wir doch Filme!»

Und das mit Erfolg!

«Oh, der ist schwer!»

Nur die Fans sind ein bisschen enttäuscht. Autogramme und Selfies von ihrem ganz großen Berlinale-Star, Jury-Präsidentin Meryl Streep, gibt es heute leider nicht.