Berlin: Travestiekünstler nehmen AfD-Wahlplakate auf die Schippe

Die Gruppe „Travestie für Deutschland“ parodiert mit ihren Plakatmotiven die AfD und will die Leute zum Nachdenken anregen.

Kuriose Wahlwerbung der etwas anderen Art in Berlin. Mit diesen Plakaten will die Gruppe „Travestie für Deutschland“ im deutschen Bundestags-Wahlkampf mitmischen. Ganz bewusst parodieren die Mitglieder mit ihren lustigen Kreationen die Partei „Alternative für Deutschland“, abgekürzt AfD, die mit Slogans wie „Burkas? – Wir stehen auf Bikinis“ bei den Wählern punkten wollen. Die Mission der Parodie hingegen ist es, den Stimmenfang der Rechtspopulisten mit ihren witzigen Aktionen und guten Sprüchen zu kontern und zu torpedieren. Die Vorsitzende der Fake-Partei „Travestie für Deutschland“, abgekürzt TfD, Jacky-Oh Weinhaus mit weiteren Details und Hintergründen zu ihrer Satire-Aktion:

„Dass die AfD der Masse viel Zuspruch hat, ist wirklich ein Trauerspiel, das ist eine Katastrophe für die Gesellschaft. Das es ganz auch in anderen europäischen Ländern passiert wie zum Beispiel der Front National in Frankreich hat ja auch Zuspruch, was eigentlich auch wenig Hirnmasse der Bevölkerung schließen lässt, so.“

Die Mitglieder wollen also zum Nachdenken über Diskriminierung und Toleranz anregen. Erst gab es die Wahlplakate nur online, etwa auf der Facebook-Seite der Fake-Partei „Travestie für Deutschland“. Nur einige wenige Motive sollten für Clubs und Bars in Berlin gedruckt werden. Doch das Echo von Medien und begeisterten Leuten ist enorm groß. Es scheint also Bedarf an ein wenig Humor im aktuellen Wahlkampf zu geben. Nach Angaben der Gruppe erhielten sie bereits Anfragen aus anderen Städten wie zum Beispiel Hamburg, Rostock und Köln.