Berlin: Tausende fordern bei Hanfparade weitgehende Freigabe von Cannabis

Die Demonstranten auf der Hanfparade fordern einen leichteren Zugang zu medizinischem Cannabis.

Befürworter der Legalisierung von Cannabis sind am Samstagnachmittag vom Berliner Hauptbahnhof in Richtung Regierungsviertel aufgebrochen. „Legaler Verkauf im Laden würde den gewissenlosen Dealern das Handwerk legen“, steht auf dem Wagen des Kifferbedarf-Händlers „Udopea“.

Unter dem Motto „Breiter kommen wir weiter” demonstriert die Parade in diesem Jahr für einen leichteren Zugang zu Cannabis als Medizin. Seit einer Gesetzesänderung in diesem Jahr können Menschen bei schweren Erkrankungen oder chronischen Schmerzen im Einzelfall unter bestimmten Bedingungen Cannabis auf Rezept bekommen.
Weniger Teilnehmer als im Vorjahr

Nach Angaben der Polizei nahmen an der Hanfparade in den ersten Stunden etwa 2000 Menschen Teil. Im Vorjahr waren es 4000 gewesen.

Nach der Auftaktkundgebung nahe dem Hauptbahnhof zog die traditionell bunte Parade am Nachmittag zum Gesundheitsministerium und dann in Richtung Rotes Rathaus. Gegen 22 Uhr soll in der Spandauer Straße (Mitte) beim Neptunbrunnen die Abschlusskundgebung starten.

Hanfblätter und Spruchbänder waren allgegenwärtig, viele der Teilnehmer rauchten offen Joints. Die Hanfparade zieht seit 1997 jährlich durch Berlin.