Berlin-Lichterfelde: Nächtlicher Brand in Goerzallee – Flammen entfachen sich erneut

Der Wohnhausbrand in Lichterfelde konnte gegen 5.20 Uhr gelöscht werden. Doch am Vormittag musste die Feuerwehr in der Goerzallee noch einmal anrücken.

In der Nacht zum Mittwoch rückte die Berliner Feuerwehr nach Lichterfelde aus – in der Goerzallee brannte aus bislang ungeklärter Ursache ein zum Wohnraum ausgebauter Dachbereich. Als die Einsatzkräfte um 3 Uhr eintrafen, schlugen bereits die Flammen meterhoch aus dem Wohnhaus.

Haus in Goerzallee droht einzustürzen

Rund 120 Einsatzkräfte löschten den Brand, so dass das Feuer gegen 5.20 Uhr unter Kontrolle war. Am Mittwochvormittag mussten die Brandbekämpfer jedoch wieder zur Unglücksstelle ausrücken. Das Feuer entzündete sich erneut und konnte auch am Mittwochmittag noch nicht gelöscht werden.

Durch den andauernden Brand in dem Mehrfamilienhaus ist die Feuerwehr auch am Mittwochmittag noch mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Das Haus droht einzustürzen. Die Feuerwehr hat zudem Probleme an die Brandherde heranzukommen, versucht es über Drehleitern.

Keine Verletzten

Die Hausbewohner kamen in der Nacht mit dem Schrecken davon. Ersten Erkenntnissen zufolge verließen alle 16 Personen, zum Teil Familien mit Kindern, das Haus rechtzeitig – niemand wurde verletzt. Vorerst konnten sich einige der Evakuierten in einem Polizeibus erholen.

Als der Regen am frühen Mittwochmorgen einsetzte wurden ein paar Hausbewohner in einem von der Feuerwehr gestellten Bus untergebracht. Teilweise konnten die Mieter auch bei Verwandten unterkommen.
Der Bus der Feuerwehr, in dem sich die Hausbewohner in Sicherheit bringen konnten. (Foto: spreepicture)
Hoher Sachschaden

Der Sachschaden ist immens. Das Dachgeschoss des Hauses brannte vollständig aus. Die Feuerwehr war mit fünf Staffeln und 90 Einsatzkräften vor Ort und löschte von zwei Drehleitern aus das lichterloh brennende Dachgeschoss. Doch auch die Brände der dichten Dämmung unterhalb der Dachziegel mussten gelöscht werden. Diese waren schwer zu erreichen. Das Löschwasser lief dabei in die unterliegenden Geschosse.

Löscharbeiten mit Druckluftschaum

Auch ein an der Feuerlöschkreiselpumpe erzeugter Druckluftschaum wurde bei den Löscharbeiten eingesetzt, der die aufsteigenden, brennbaren Gase zurückhält. Der sogenannte CAFS-Schaum (Compressed Air Foam System) wird häufig bei Gebäudebrandbekämpfung eingesetzt. So konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf andere Häuser verhindern.

Am Mittwochvormittag drohte das Gebäude dann jedoch einzustürzen, nachdem sich die Flammen erneut entzündet hatten.

Die Goerzallee war mehrere Stunden gesperrt.

Video-Source: B.Z./Speepicture
Fotos: B.Z./Speepicture